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Der Körper



So entstand das Auge

Auch der Regenwurm kann sehen. Allerdings kennt er nur Hell und Dunkel. Er hat keine Augen, sondern lediglich lichtempfindliche Zellen. Bei höher entwickelten Tieren finden sich solche Zellen zu ganzen Flecken zusammen. Dadurch erhöht sich die Lichtempfindlichkeit. Später im Lauf der Entwicklungsgeschichte zogen sich die Flecken dann in Gruben zurück, damit sie besser geschützt waren. Damit ergibt sich noch eine andere Verbesserung. Durch den Schatten, den der Rand der Sehgrube wirft, kann das Tier feststellen, wo sich die Lichtquelle befindet. Mit solchen Sehgruben sind zum Beispiel die Napfschnecken ausgerüstet die auf diese Weise zu ihren Futtergründen und wieder zum Stammplatz zurückfinden.

Wie ging die Entwicklung weiter? Bei einem Tintenfisch­ähnlichen Tier, dem Nautilus, sind die Sehgruben fast zugewachsen. Dadurch zeichnet sich das Bild der Außenwelt auf dem Grubenboden ab wie bei einer einfachen Fotokamera.

Ist das Loch groß, so ist das Bild hell aber unscharf. Ist das Loch klein, so ist das Bild scharf aber dunkel.

Die Natur kam auf einen Trick. Sie schuf die Linse. Nun kann ausreichend viel Licht einfallen, das durch die Linse scharf gebündelt wird. Doch wie kam es zu dieser Linse? Vermutlich entstand zuerst eine durchsichtige Haut vor der Sehgrube, um sie vor Verunreinigung zu schützen. Als die Haut in der Mitte etwas dicker wurde, ergab sich ein Linseneffekt. Diese Linse entwickelte sich dann zum Linsenauge weiter, mit dem Ihr gerade diesen Text lest.

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