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Der Körper



Wie entsteht unsere Stimme?

Der oberste Teil unserer Luftröhre ist der Kehlkopf. Bei vielen Männern sieht man ihn deutlich als Adamsapfel. Der Kehlkopf besteht aus Knorpel und ist innen hohl, weil die Atemluft hindurchströmen muß. Im Kehlkopf sind zwei Stimmbänder gespannt: schmale Bändchen aus Haut, die durch feine Muskeln sehr beweglich sind. Sie verschließen die Luftröhre bis auf einen kleinen Spalt. Den nennt man "Stimmritze".

Die Stimmbänder sind beim normalen Atmen entspannt und die Stimmritze ist breit, damit die Luft ungehindert ein- und ausströmen kann. Um Töne zu erzeugen, werden die Stimmbänder angespannt. Die Stimmritze ist dann bis auf einen feinen Spalt verengt. Wenn nun Luft aus der Lunge kommt werden die Stimmbänder in Schwingungen versetzt wie Saiten. Die in den Atemwegen eingeschlossene Luft schwingt mit. Ein Ton entsteht.Stimmbänder

Je entspannter die Stimmbänder sind, um so tiefer ist der Ton - Je mehr man sie anspannt desto höher wird er. Die Tonhöhe hängt allerdings auch von der Länge und der Dicke der Stimmbänder ab. Je länger sie sind, desto tiefer ist die Stimme. Männer haben meist längere Stimmbänder als Frauen, weil der Kehlkopf größer ist. Kinder, ob Jungen oder Mädchen, haben immer hohe Stimmen, weil die Stimmbänder bei beiden noch gleich kurz sind. Das ändert sich in der Pubertät. Da werden bei Jungen die Stimmbänder dicker und länger. Mancher hat die Stimme während dieser Zeit gar nicht mehr unter Kontrolle. Das ist der Stimmbruch.

Die Stimmbänder sind aber nur für Tonhöhe und Tonstärke verantwortlich; sie liefern gewissermaßen die Grundtöne. Die Laute, die wir zur sprachlichen Verständigung brauchen, entstehen im Mund. Da wirken Mund- und Rachenhöhle, die Zunge, die Lippen und die Zähne mit.

Beispielsweise ist bei den Vokalen A, E, I, O und U die Stellung der Stimmbänder immer gleich. Die verschiedenen Klangfarben werden durch die Veränderung der Mund- und Rachenhöhle erzeugt. Bei M und N bleibt die Mundhöhle geschlossen und die Luft strömt durch die Nase aus. Das könnt Ihr leicht ausprobieren.

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