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Die Ernährung



Coca-Cola sollte Medizin sein

Ihr kennt natürlich einige Cola-Getränke. Das älteste und berühmteste ist Coca-Cola. Die hat der Amerikaner Dr. John Styth Pemberton erfunden. Dazu mischte er im Mai 1886 allerlei Kräuter zusammen, gab Cola-Nuss und Coca-Blätter dazu, Phosphorsäure und viel Zucker. Daraus entstand ein brauner, zäher Sirup, den man mit Wasser verdünnte. Auch der Name der brauen Flüssigkeit kommt von den Inhaltsstoffen, den Coca-Blättern und der Cola-Nuss. In der uns bekannten Limonade sind diese Zutaten aber nicht mehr enthalten. Das in den Coca-Blätter enthaltene Kokain ist nämlich ein Rauschgift, anstatt der Cola-Nuss nimmt man heute das im Kaffee enthaltene sehr viel billigere Koffein.

Dr. Pemberton war aber kein Getränke-Verkäufer, sondern ein bekannter Apotheker. Sein Coca-Cola-Gemisch war nicht als Party-Getränk gedacht, sondern als Medizin - gegen Magenverstimmungen und Kopfschmerzen.

Als Medizin wirkte es auch gut. Aber schnell stellte sich heraus, dass es noch viel besser als Limonade schmeckte - und so ist es bis heute geblieben, seit gut 150 Jahren. Auch der geschwungene Schriftzug "Coca-Cola" ist schon über hundert Jahre als. Den erfand der Buchhalter von Mr. Pemberton. Und die typische Coca-Cola-Flasche entstand bereits 1915.

Ein anderer Apotheker - Asa Griggs Candler – kaufte Dr. Pemberton die Rechte an Coca-Cola 1987 für 2300 Dollar ab (ein Glas Coca-Cola kostetet damals etwa 5 Cent). Heute ist Coca-Cola etwa 72 Milliarden Dollar wert – und damit die wertvollste Marke der Welt. Die Familie Candler hat von diesen Milliarden aber nichts, da der Sohn von Asa Candler – Howard Candler – 1919 die Rechte an dem heutigen Weltkonzern ohne Wissen seines Vaters für 25 Millionen Dollar weiterverkaufte.

1928 war Coca-Cola bei den Olympischen Sommerspielen in den Niederlanden dabei. Die anregende Limonade durfte sich „Offizielles Erfrischungsgetränk der Olympischen Spiele“ nennen.

Übrigens wurde auch Pepsi-Cola von einem Apotheker erfunden, von Mr. Caleb Bradham im Jahre 1889. Der dachte aber gleich, dass Pepsi-Cola eigentlich eine gute Limonade sein könnte. Und vielleicht auch noch ein bisschen Medizin. Er hatte es natürlich nicht leicht, da seine Limonade in direkter Konkurrenz zu Coca-Cola stand. Er löste das Problem ganz einfach – er verkaufte das braune Getränk zum halben Preis.

Auch in Deutschland wollte man mit koffeinhaltiger Limonade auf den Markt. In Westdeutschland gab es seit 1931 Afri-Cola und in der ehemaligen DDR wurde Club-Cola verkauft.

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