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Die Ernährung



Die kostbare Kartoffel

Die Kartoffel, eins unserer wichtigsten Nahrungsmittel, hatte unlängst Geburtstag. Seit 400 Jahren wird sie in Deutschland angebaut. Andere Länder kennen sie viel länger. Forscher haben in Gräbern im südamerikanischen Peru Kartoffelspuren entdeckt. Und diese Gräber waren 8000 Jahre alt. Auch bei den südamerikanischen Hochland-Indianern war die Kartoffel schon lange bekannt. Die Indianer hatten sogar schon eine Methode zur Konservierung entdeckt. Nachts wurde die Kartoffel ins Freie gelegt. Bei Temperaturen unter Null gefror sie, tagsüber entzog Ihr die heiße Sonne das Wasser. Nach einigen Tagen hatten die Indios getrocknete, haltbare Kartoffeln, aus denen man später Suppen oder Püree machen konnte. Die Spanier die Anfang des 16. Jahrhunderts nach Südamerika kamen, wußten die Qualitäten der Kartoffel nicht zu schätzen. Sie suchten nach Gold. Erst 1665 brachte ein Schiff die ersten Knollen nach Europa.

Im damaligen Deutschland fand man die Blüte der Kartoffel so hübsch und pflanzte die Knollen in botanischen Gärten als exotisches Gewächs. Durch einen Trick machte Friedrich der Große seinen Bauern den Wert der Knollen klar. Er ließ Kartoffeläcker anlegen, einzäunen und bewachen. Darauf dachte jedermann, das müsse eine sehr wertvolle Pflanze sein - und die Kartoffel wurde beliebt.

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