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Die Geschichte



Florentinischer Fußball

Florenz war zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert eine hochberühmte Stadt. Die großartigsten Künstler und Naturforscher wuchsen dort heran. — Leute, von denen Ihr auch schon gehört habt: Michelangelo, Galilei oder Leonardo da Vinci. Aber man betrieb in Florenz nicht nur Kunst und Wissenschaften, sondern auch Ballspiele und anderen Sport.

Wer die Ur-Form unseres Fußballs kennenlernen will, muss nach Florenz fahren. Dort wird einmal jährlich der "Calcio fiorentino" gefeiert. Jeder der vier florentinischen Stadtteile stellt eine Mannschaft von 27 Spielern. Im historischen Dress des 16. Jahrhunderts spielen sie nach den damals gültigen Regeln eine Mischung aus Fußball, Handball, Rugby und Schlägerei. Es gilt, den goldlackierten Ball irgendwie über die feindliche Linie zu bringen. Wenn das glückt, so ertönt aus einer uralten Kanone ein Böllerschuss. Zum Entzücken der Zuschauer wird mit Hingabe und südländischer Leidenschaft gespielt. Nicht rohe Kräfte siegen, sondern Spielwitz und blitzartige Angriffe. Wenn es mal ganz heiß hergeht, belegen sich die Spieler mit Kraftausdrücken, die in keinem Wörterbuch zu finden sind. Die Zuschauer jubeln — je wilder es zugeht, desto lauter. Die Siegermannschaft bekommt als Preis eine junge weiße Kuh.

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