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Die Geschichte



Schon im Mittelalter spielte man mit Puppen

Archäologen fanden schon in ägyptischen Gräbern, die über 3000 Jahre alt waren, hölzerne Puppen. Die waren aber kein Spielzeug, sondern hatten religiöse oder magische Bedeutung. Sie stellten ägyptische Sklaven dar. Ihr Herr wurde begraben; die Puppen sollten ihm im Tode dienen.

Die amerikanischen Hopi-lndianer schenkten ihren Kindern nach religiösen Zeremonien kleine Götzenbilder: Miniaturpuppen aus Holz, die wie die Erd- oder Himmelsgeister aussahen - maskiert und mit Federschmuck.

Die Puppenhersteller waren immer sehr erfindungsreich. Sie benutzten Ton, Holz, Keramik und Stoff, auch Hirsehalme und Maiskolben. Die Griechen machten schon im fünften Jahrhundert vor Christus Gliederpuppen aus Ton, deren Arme und Beine mit Fäden oder Kordeln einzeln angebracht waren.

Als Spielzeug wurden Puppen erst im Mittelalter Mode: Zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Mädchen und Jungen spielten damit. Die berühmtesten Puppen kamen damals aus der Stadt Nürnberg.

Im 19 Jahrhundert waren die Puppen wahre Kunstwerke. Als Material für die Köpfe wurden jetzt Porzellan, Wachs oder Zelluloid benutzt. Die Körper bestanden aus sorgfältig geschnittenem und genähtem Leinen, Leder oder Wachstuch. Gefüllt wurden die Puppenkörper mit Kleie, Sägemehl oder Pflanzenfasern. Viele Puppen bekamen Perücken aus echtem Haar. Die beweglichen Arme und Beine bestanden meist aus Holz.

Bis zur Mitte des 19 Jahrhunderts stellten die Puppen Erwachsene dar; sie waren auch so angezogen. Erst dann kamen Kinder und schließlich sogar Babys als Puppen in Mode. Sehr viele jener Puppen im 19. Jahrhundert entstanden bei Handwerkern im Thüringer Wald. Sie sind heute beliebte Sammlerstücke und zum Teil sehr wertvoll.

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