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Die Medizin



Der Vater der Medizin: Hippokrates

In alten Zeiten glaubten die Menschen nicht, daß man gegen Krankheiten viel tun könne. Die Arzte empfahlen "heilenden Schlaf" oder gaben geheimnisvolle Flüssigkeiten zu trinken, über die sie selbst nichts wußten. Man betete oder opferte Tiere, um die Götter günstig zu stimmen.

Das änderte sich im 5. Jahrhundert vor Christus. Da begannen einige griechische Arzte zu zweifeln, ob Krankheiten nur Zeichen göttlicher Willkür seien, gegen die man eigentlich nichts machen könne. Sie überlegten: Wenn Krankheiten eine natürliche Sache sind, müßte man sie auch mit natürlichen Mitteln bekämpfen können. Diese Idee war für die damalige Zeit revolutionär. Aus ihr entwickelte sich eine wissenschaftlich fundierte Heilkunst.

Der bekannteste und berühmteste dieser griechischen Ärzte war Hippokrates, über den man leider nur wenig weiß. Er wurde etwa 460 v. Chr. auf der griechischen Insel Kos geboren. Sein Vater war auch Arzt. Von Hippokrates stammen viele Erkenntnisse, die noch heute gelten. Eine seiner wichtigsten Entdeckungen war: Die gleiche Krankheit verläuft bei jedem Kranken anders. Ein Schnupfen kann nach einer Woche vorbei sein, manchmal dauert er einen ganzen Monat oder länger. Das heißt, daß jede Krankheit speziell behandelt werden muß; jeder Patient ist ein besonderer Fall. Diese wichtige Erkenntnis des Hippokrates nennt man "Hippokratismus".

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