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Die Medizin



Oft hilft Impfen gegen Viren

Wenn jemand Grippe bekommt, so sind daran Viren schuld. Das ist auch bei vielen anderen Krankheiten so. Viren sind Krankheitserreger, viel kleiner als Bakterien. Man kann sie nur unterm Elektronenmikroskop erkennen. Im Gegensatz zu vielen Bakterien sind sie allein nicht lebensfähig. Sie brauchen irgendeine Körperzelle als "Wirt" ­ eine pflanzliche, tierische oder menschliche Zelle.

Sind die Viren einmal in den Körper eingedrungen, lassen sie sich im Blut oder einer anderen Körperflüssigkeit treiben. Je nach ihrer Art müssen sie innerhalb einer bestimmten Frist - einige Stunden oder Tage - die richtige Zelle finden. Sonst gehen sie ein. Der Hepatitis-B-Virus, der für Leberentzündungen verantwortlich ist, interessiert sich nur für Leberzellen. Dort angekommen, weiß er sofort, daß er am richtigen Platz ist. Er dringt durch die Zellwände ein und bringt die Zelle in kurzer Zeit dazu, lauter weitere Viren herzustellen. Dann bleibt die Zelle zerstört zurück. Und die vielfach vermehrten Viren stürzen sich auf neue Opfer.

Gegen Viren gibt es keine Medizin. Aber unser Körper hat Abwehrzellen: die weißen Blutkörperchen. Die produzieren Antikörper, die mit ihren Enzymen die Viren zerstören können. Diese Antikörper halten meistens jahrelang, manche sogar ein Leben lang und schützen vor dieser speziellen Art von Viren. Man kann solche Antikörper auch künstlich hervorrufen; das geschieht zum Beispiel, wenn Ihr geimpft werdet. Auf diese Weise wurden viele Millionen Menschen im Auftrag der Weltgesundheits-Organisation mit abgeschwächten Pockenviren geimpft. Die darauf entstandenen Antikörper sind immer abwehrbereit.

Warum hat man dann immer wieder Grippe? Grippe ist schließlich auch eine Viruserkrankung - gibt es da keine Abwehrkörper? Ganz einfach: "Die Grippe" gibt es überhaupt nicht, sondern nur viele, viele Unterarten.

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