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Die Medizin



So schließt sich eine Wunde

Das Blut in unserem Körper ist das wichtigste Transportmittel. Es befördert Nährstoffe und Sauerstoff zu jeder Zelle. Deshalb ist unser Körper mit einem dichten System von Adern durchzogen, in denen sich das Blut bewegt. Solch ein weitverzweigtes Adersystem bringt auch Probleme. Es ist sehr verletzlich. Ihr braucht nur einmal kräftig hinzufallen und Euch das Knie aufzuschürfen - schon sind einige kleine Adern verletzt und Ihr blutet.

Das könnte böse ausgehen, wenn Euer Körper nicht ein hervorragendes automatisches Gesundheitssystem hätte. Das wirkt doppelt: Erstens vernichtet es Bakterien, die in die Wunde eindringen, damit sie nicht in die Blutbahn kommen. Und zweitens läßt es das Blut gerinnen.

Gegen die Bakterien setzt der Körper die Blutkörperchen ein - winzige Zellen im Blut. Sie nehmen den Kampf gegen alle körperfeindlichen Bakterien auf. Dabei werden viele dieser Blutkörperchen getötet. Sie fließen ab - als Eiter. Wie aber wird die Blutung gestoppt? Zunächst zieht sich die Wand der verletzten Ader zusammen. Jetzt ist die Öffnung, aus der das Blut fließen kann, nur noch ein Drittel so groß. Dann treten winzige Zellen in Aktion, die Blutplättchen. Die sind so klein, daß in einem Kubikmillimeter Blut 300 000 davon herumschwimmen. Sie heften sich an die Fasern des zerstörten Körpergewebes und verkleben es. Innerhalb von drei Minuten bilden sie einen Pfropf, der das Loch verschließt. Jetzt kommt kein Blut mehr aus der Wunde. Gleichzeitig bilden sich aus Eiweiß, das im Blut enthalten ist, feine Fäden, die den Pfropfen zusammenhalten und im Gewebe verankern. Sonst würde der Blutdruck ihn hinauspressen.

Ohne dieses Schutzsystem würdet Ihr verbluten, wenn Ihr Euch nur an einer Nadel stecht. Es gibt "Bluter". Bei denen funktionieren die Blutplättchen nicht. Bluter sind stets in Gefahr, an einer kleinen Wunde zu verbluten. Bei jeder winzigen Verletzung müssen sie künstliche Heilmittel auftragen.

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