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Die Medizin



So wachsen Knochen zusammen

So wachsen Knochen zusammenVielleicht ist es Euch schon selbst passiert. Ihr klettert auf einen Baum, rutscht aus, fallt herunter - und habt einen gebrochenen Arm. Der Arzt legt dann einen schönen Gipsverband an und nach einigen Wochen ist der Arm wie neu. So ein Knochen wächst wieder zusammen.

Es gibt verschiedene Arten von Knochenbrüchen. Beim "einfachen Bruch" verschiebt sich die Bruchstelle nicht, und das Gewebe drumherum wird kaum oder nicht sehr beschädigt. Schwieriger ist ein "komplizierter Bruch", wenn ein Knochenteil die Haut durchstoßen hat und dabei Nerven oder größere Blutgefäße verletzt wurden. Wenn die Knochenenden sogar zersplittert sind, spricht man von einem "Trümmerbruch". Die Art des Bruchs stellt man durch eine Röntgenaufnahme fest.

Bei einem Bruch müssen beide Teile der Knochen mehrere Wochen lang ruhig gestellt werden. Das geschieht bei einem einfachen Bruch meist durch einen steifen Gipsverband. Bei komplizierteren Brüchen muss oft operiert werden, um die Knochen in die richtige Position zueinander zu bringen. Manchmal müssen die Knochen auch mit Hilfe von Schrauben oder Schienen stabilisiert werden.

Sobald das Blut um die Bruchstelle geronnen ist, beginnt der Heilungsprozess. Jeder Knochen ist von einer Knochenhaut umgeben. Die hat immer neue Knochenzellen in Reserve. Aus diesen Zellen bildet sich eine Art Brücke zwischen den Enden der Knochenstücke - das Knochenkeimgewebe oder der "Kallus", wie die Mediziner sagen. Nach einer Woche ist aus dem Kallus ein neues Stück Knochen geworden. Das Keimgewebe ist aber noch weich. Erst in sechs bis zwölf Wochen ist es so fest geworden, dass der Arm - oder was gebrochen war - wieder voll einsatzfähig ist. Wichtig ist, dass der gebrochene Knochen nicht nur geschont, sondern auch belastet wird. Ohne Training heilt der Bruch nicht so gut.

Bei Kindern ist der Knochen nach einem Jahr wieder vollkommen glatt. Bei Erwachsenen bleibt eine kleine Verdickung zurück.

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