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Andere Tiere



Die Arbeit im Bienenstock

Hast Du schon einmal das wilde Treiben vor einem Bienenstock beobachtet? Hinter all dem Durcheinander herrscht eine strenge Ordnung. Jede Arbeitsbiene ist einer bestimmten Arbeit zugeteilt. Diese Aufgabe ändert sich, je älter die Biene wird. Sie erlebt während ihres etwa fünfwöchigen Lebens eine ganze Menge Berufe.Bienenstock

Sobald sie ihre Puppenhülle verläßt und aus ihrer Brutzelle herausklettert, muß sie zwei Wochen lang die Bienenbrut versorgen, die nach ihr kommt. Dafür schleppt sie Blütenpollen und Honig aus den Vorratszellen herbei und füttert damit die Larven. Dasselbe tut sie aber auch für die Königin und die Drohnen (die männlichen Bienen). Das ist eine anstrengende Arbeit, weil eine einzige Larve bis zu 1300 Mahlzeiten am Tag braucht.

Nach einer gewissen Zeit sondert die Jungbiene aus den Drüsen an ihrem Hinterleib Wachs ab und beginnt, Waben zu bauen. Sie schabt dazu das Wachs mit ihren Hinterbeinen ab, reicht es an ihre Vorderbeine weiter und kaut es gewissenhaft durch. Dann formt sie das Wachs zu sechseckigen Zellen der Honigwabe. Das ist aber noch nicht alles; nebenher muß sie auch noch den Bienenstock sauberhalten und am Eingang Wache stehen. Diese Wächterbienen sind es, die Dich stechen wollen, wenn Du dem Bienenstock zu nahe kommst und den Bienen verdächtig erscheinst.

Nach der dritten Woche beginnt der letzte Lebensabschnitt der Arbeiterbiene. Sie fliegt nun zum Sammeln aus. Sie sucht draußen in den Blüten Nektar und Pollen, aus denen der Honig hergestellt wird. Sie sucht aber auch Wasser und manchmal Kittharz. Das Holz holt sie sich von Bäumen. Die Arbeiterinnen im Stock benutzen es zum Flicken von Löchern im Stock.

Wasser braucht ein Bienenstock in großen Mengen. Einerseits, um das Innere des Stocks durch Verdunstung zu kühlen. Andererseits, um eingedickten Honig zu verdünnen.

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