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Chemie



Sprengstoff kann sehr nützlich sein

Seid Ihr schon einmal mit Euren Eltern durch den Schweizer Gotthardtunnel nach Italien gefahren? Der Bau dieser 16 Kilometer langen Röhre wäre ohne Sprengstoff gar nicht möglich gewesen. Kaiser Claudius aus Rom, der vor fast 2000 Jahren regierte, wäre froh gewesen, wenn er schon etwas gehabt hätte, um den Tunnelbau zu erleichtern. Für ihn gruben nämlich 30000 Arbeiter elf Jahre lang einen wenige Kilometer langen Tunnel für die Wasserversorgung. Sie benutzten als Werkzeuge einen Hammer und ein keilförmiges Eisen. Die Arbeit war mühsam; an einem Tag kam man etwa zehn Zentimeter weit. Nach dieser Methode wurden viele hundert Jahre lang Tunnels gebohrt.

Im 13 Jahrhundert wurde zwar das Schwarzpulver erfunden, doch niemand kam auf die Idee, es sinnvoll einzusetzen. Über drei Jahrhunderte benutzte man es nur als Schießpulver für Kanonenkugeln. Erst 1621 wurde zum erstenmal in einem Steinbruch bei Bautzen in Sachsen Pulver eingesetzt um Felsen zu sprengen. Von da ab setzte sich das Schwarzpulver ziemlich schnell im Bergbau durch. 1846 erfand ein italienischer Professor das Nitroglyzerin, aus dem man später Dynamit herstellte, das viel stärker als Schwarzpulver ist. Damit konnte man nun auch gefährliche Felsen in Flüssen wegsprengen oder Kanäle für die Schifffahrt bauen. Sinnvoll eingesetzt, sind Sprengstoffe sehr hilfreich.

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