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Das Wasser



Eisberge sind Gletscher-Kälber

Gletscher sind riesige Eismassen, die im wahren Sinne des Wortes die Welt verändern. Sie wälzen sich im Zeitlupentempo, zwischen 5 und 10 Zentimeter am Tag, aus den Bergen talwärts und schleifen alles, was sie unter sich begraben, erbarmungslos glatt. Die Moräne - das ist der vom Gletscher mitgeführte Schutt ­ lagert sich an den Seiten und am Ende einer Gletscherzunge ab und bildet neue kleine Berge. Ganz Norddeutschland liegt auf einer durchschnittlich 50 Meter hohen Schuttschicht, die von eiszeitlichen Gletschern aus Nordeuropa hierher transportiert wurde. Aber wie entsteht solch ein Gletscher diese riesenhafte Eismasse? Oben auf dem Berg wird Schnee durch sein eigenes Gewicht zu körnigem Firnschnee zusammengepreßt. Tagsüber scheint die Sonne, Tauwasser dringt ein und gefriert nachts wieder. Aus dem glasigen Firneis wird nach und nach blaues Gletschereis. Wenn diese Schicht eine Dicke von etwa 30 Metern erreicht hat, gleitet sie durch ihr eigenes Gewicht talwärts. Wenn sich Hindernisse wie Hügel oder Felsbrocken in den Weg stellen, reißt das Eis. Das sind dann die von Bergsteigern und Skifahrern gefürchteten Gletscherspalten.

Wenn der Weg der Eiszunge im Meer endet, wie zum Beispiel in Grönland, dann brechen Schollen ab. Das sind die schwimmenden Eisberge, die für die Schifffahrt sehr gefährlich sind. "Der Gletscher kalbt!" sagt man dazu.

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