Wissen macht Spass

Informationen für Jugendliche und andere Menschen

« « Wissen macht Spass | « Die Natur Die Natur


Das Wetter



Der Wind, der im Kreis bläst

Die tropischen Wirbelstürme gehören zu den gewaltigsten (und gefährlichsten) Naturerscheinungen. In Amerika heißen sie Hurrikane, im Indischen Ozean Zyklone, im Chinesischen Meer Taifune und in Australien Willy-Willy.

Tropische Wirbelstürme können nur dort entstehen, wo die Luftfeuchtigkeit hoch ist und die Temperatur mindestens 26 Grad beträgt. Deshalb treten sie meistens im Sommer auf und beginnen überm Meer - dann, wenn die Luft, die überm Wasser steht, am wärmsten ist.

Das Meer spiegelt das Sonnenlicht zurück und heizt so die Luft immer mehr auf, bis die in einem Wirbel schnell in gewaltige Höhen steigt. Der Luftdruck innerhalb dieses Wirbels ist so gering, daß von allen Seiten weitere feuchte Luft hinzuströmt - sie wird richtiggehend angesaugt. Ein derartiger Wirbelsturm kann 400 bis 600 Kilometer Durchmesser haben - mehr als Irland oder die Schweiz. Die Luft fegt mit Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h im Kreis herum. Dabei entstehen riesige Wellen. Beides, Wind und Wellen, hat auch schon große Schiffe kentern lassen. Das Zentrum eines solchen Wirbels - das sogenannte Auge - kann bis zu 35 Kilometer breit sein Dort ist es beinahe windstill und der Himmel leuchtet strahlend blau.

Die Brutstätten dieser tropischen Wirbelstürme sind die großen Meere, aber es kommt auch vor, daß solch ein Taifun an Land getrieben wird. Dann richtet er viel Schaden an. Häuser stürzen zusammen, Flüsse treten über die Ufer, Bäume werden entwurzelt .Solch ein Wirbelsturm kann eine Woche toben. Aber wenn er sein Warmluftgebiet verläßt, bricht er bald zusammen.

Weiter: Machen Gewitter die Milch sauer? »

« Zurück: Künstlicher Hagel schadet nicht

Kapitel in: Das Wetter





© by PhiloPhax & Lauftext