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Das Wetter



Wie stark ist Wind Nummer sechs?

Fast alles, was mit dem Wetter zusammenhängt, läßt sich in Zahlen ausdrücken. Luftdruck, Temperatur, Sonnenscheindauer und Niederschlag. Beim Wind braucht man sogar zwei Angaben: einmal die Windrichtung und zum anderen die Windstärke oder Windgeschwindigkeit.

Die Windrichtung läßt sich einfach bestimmen: man sieht auf dem Kompaß nach, in welche Richtung der Rauch aus einem Schornstein abzieht. Bei der Windgeschwindigkeit wird es etwas komplizierter. Sie wird mit einem Schalenkreuz gemessen - einem waagrecht drehbaren Kreuz, an dessen Enden vier hohle Halbkugeln angebracht sind. Jede Wetterstation hat solch ein Schalenkreuz. Es treibt einen kleinen Dynamo an, der elektrischen Strom liefert. Dessen Stärke gibt die Windgeschwindigkeit an.

In der Meteorologie gibt es einen Unterschied zwischen Windgeschwindigkeit und Windstärke. Windgeschwindigkeit wird exakt gemessen, Windstärke nur geschätzt. Das Rascheln von Blättern entspricht Windstärke zwei. Wenn Telefonleitungen surren, ist Windstärke sechs erreicht. Diese Merkmale wurden in der Beaufort-Skala festgelegt. Sir Francis Beaufort war englischer Admiral. Er stellte 1806 diese Skala für Windstärken auf See fest; sie reicht von null bis zwölf. Null ist Windstille, Windstärke zwölf ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten von über 117 km/h.

In neuerer Zeit wurde die Skala bis zu Stufe 17 erweitert. Das entspricht Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h. In der Atmosphäre schießt die Luft oft mit Geschwindigkeiten von 400 km/h dahin. Das nennen Wissenschaftler einen "Jetstream" - zu deutsch: "Strahlstrom".

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