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Erfindungen



So kann man sich Irren

Es ist erstaunlich, was menschlicher Erfindergeist zustande bringt: Eisenbahnen, Flugzeuge, Autos. Das alles haben sich kluge Köpfe ausgedacht. Daß diese großen Geister manchmal auch ganz falsch gedacht haben, nimmt ihnen niemand übel. Sie waren ja keine Propheten.

Als die ersten Eisenbahnen erfunden wurden, warnten viele Wissenschaftler: Die Züge dürften ja nicht zu schnell fahren! Viele meinten, daß der menschliche Körper Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h einfach nicht aushalten könne. Und das menschliche Gehirn schon gar nicht; Geistesstörungen wären sicherlich die Folge. Heute fahren Autos schon im Stadtverkehr 50 km/h. Eisenbahnen erreichen über 300 km/h. Astronauten rasen mit 40 000 km/h um die Erde. Das macht dem Menschen offenbar nichts aus. Ein Problem ist es aber nach wie vor, wie man es aushält, auf solche Geschwindigkeiten zu kommen. Da hatten die alten Wissenschaftler recht: Zu starke Beschleunigung, zu starkes Bremsen kann tödlich sein.

Als die Brüder Wright im Jahre 1903 ihr erstes Flugzeug starten wollten, fanden sie keine Firma, die ihnen einen Motor verkaufte. Die Motorenhersteller wollten mit einem solch aberwitzigen Projekt, eine Maschine aus Metall durch die Luft fliegen zu lassen, nichts zu tun haben. Die Brüder Wright mussten sich ihren ersten Motor selbst bauen.

Heute machen sich die Motorenhersteller große Konkurrenz, um Maschinen für Flugzeuge zu verkaufen. Wer gute Flugmotoren baut, ist hoch angesehen. Aber immer wieder geschieht es, daß selbst erstklassige Motorenfirmen Maschinen liefern, die nicht zufriedenstellen und ­ wegen der Sicherheit bei den Flügen ­ schnell durch andere Fabrikate ersetzt werden müssen.

Die ersten Autos wurden sehr skeptisch aufgenommen. Brauchte man sowas denn? Es gab ja genügend Pferde und Kutschen. Und die ersten Autos waren alles andere als zuverlässig. Gottlieb Daimler meinte 1886: "Wenn ich es erst zum Fahren bringe, dann habe ich's geschafft!"

Immer noch kann es Schwierigkeiten machen, ein Auto zum Laufen zu bringen. Aber ein viel größeres Problem ist es heutzutage, das Auto abzustellen, ihm einen Parkplatz zu verschaffen. Von solch einer Entwicklung hätte Gottlieb Daimler nicht zu träumen gewagt.

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