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Luftfahrt



Beim Fliegen wird die Luft geteilt

Warum fliegt ein Flugzeug? Bei Fesselballonen oder Zeppelinen ist die Erklärung einfach. Sie sind mit einem Gas gefüllt, das leichter als Luft ist. Dadurch schweben sie. Bei Flugzeugen sieht es anders aus. Sie sind schwerer als Luft viel schwerer. Ein vollgeladener Jumbo oder Airbus kann 400 Tonnen wiegen. Wie schaffen es diese Ungetüme, in die Luft zu kommen und dann auch in der Luft zu bleiben, ohne wie ein Stein vom Himmel zu fallen?

Das Geheimnis heißt "Auftrieb". Diese Kraft kann Hunderte von Tonnen in die Luft ziehen. Durch genau berechnete Luftströmungen am Flügel wird soviel Hubkraft erzeugt, daß das Flugzeug abhebt und fliegt.

Wenn man aus dem fahrenden Auto eine Hand leicht schräg in den Wind hält wird sie nach oben gedrückt. Das ist eine Voraussetzung fürs Fliegen. Der Flügel muß in einem bestimmten Winkel stehen - dem sogenannten "Anstellwinkel". Viel wichtiger aber ist die Form des Flügels - das Profil. Der Flügel muß vorne rund sein und hinten spitz auslaufen. Vor allem seine Oberseite muß stärker gewölbt sein als die Unterseite. Wenn nun der Flügel durch die Kraft der Propeller oder der Düsentriebwerke durch die Luft geschoben wird dann muß die sich teilen. Ein Teil fließt oben am Flügel vorbei, ein Teil unten. Die größere Wölbung der Oberseite zwingt die Luft einen längeren Weg zu nehmen als an der Unterseite. Deshalb muß sie dort schneller fließen. Dadurch sinkt oben der Luftdruck. Ein Sog entsteht, der den Flügel nach oben zieht. Der Flügel wird also weniger hochgedrückt als hochgesaugt.

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