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Luftfahrt



So fliegt man mit heißer Luft

Schon lange bevor es Flugzeuge gab, sind Menschen geflogen. Und zwar zu allererst mit Heißluftballons. Weil heiße Luft leichter ist als kalte, steigt sie empor. Die ersten, die das ausnutzten waren die Brüder Joseph und Jacques Montgolfier. Joseph sah im Jahre 1782 Aschestückchen in der heißen Luft seines Kaminfeuers auffliegen. Er ließ sich von seiner Hauswirtin ein Stückchen Seide geben, formte daraus einen kugelförmigen Behälter, füllte ihn mit Heißluft - und der Behälter schwebte an die Decke. Bruder Jacques war beeindruckt. Zusammen bauten sie einen großen Ballon. Der stieg bis zu einer Höhe von 1600 Metern. Und das nur mit heißer Luft.

Auch König Ludwig XVI wollte solch einen Ballon sehen. So bauten die Brüder eine wundervoll geschmückte Kugel aus Leinwand. Sie startete am 19 September 1783 in Versailles mit einer dreiköpfigen Besatzung: einem Schaf, einer Ente und einem Hahn. Der Flug dauerte acht Minuten und die Tiere landeten wohlbehalten. Sofort machten sich die Montgolfiers an einen Ballon, der auch Menschen tragen konnte. Sie brachten unten sogar einen Heizofen an, damit die Luft heiß blieb. Der Ballon wurde im November 1783 von einem Herrn de Rosier und dessen Freund bestiegen. Der Flug dauerte 26 Minuten. Zum erstenmal in der Geschichte war ein Mensch geflogen! Heute ist es ein beliebter Sport, mit Heißluftballons zu fliegen (oder zu fahren wie man sagt).

Aus Blumendraht und einer Plastiktüte könnt ihr Euch ein Flugmodell bauen - sogar mit einer Kerze als eingebautem Heißluft-Lieferanten.

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