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Verkehr



Glatte Autoreifen sind gefährlich

Autoreifen sehen aus, als hätte jemand mit einem Linoleummesser Längs- und Querstreifen hineingeschnitten. Diese Rillen nennt man "Profilkanäle". Sie sind nicht da, weil man Gummi sparen wollte, sondern um die Fahrsicherheit zu erhöhen - vor allem, wenn es regnet und die Straße naß ist. Wenn es regnet liegt auf der Straße eine dünne Wasserschicht .Wenn es stark regnet, ist sie einige Millimeter dick - und in Pfützen liegt noch mehr Wasser. Beim Autofahren muß das Wasser auf der Straße von den Reifen zur Seite gedrückt werden - sonst würde das Auto buchstäblich schwimmen und man könnte weder lenken noch bremsen. Weil das Wasser bei glatten Reifen nicht so schnell ausweichen kann, kam man auf die Idee mit den Rillen. Da kann das Wasser in aller Eile durch die Rillen abfließen. Je tiefer die Rillen sind, je "besser das Profil", wie die Fachleute sagen, um so schneller kann der Reifen das Wasser verdrängen und um so besser liegt das Auto auf der Straße.

Bei neuen Reifen beträgt die Profiltiefe etwa fünf Millimeter. Aber je länger man einen Reifen fährt, um so glatter wird er. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit kann er dann nicht mehr genügend Wasser zur Seite drücken. Vor dem Reifen entsteht ein Keil aus unverdrängtem Wasser. Der Keil schiebt sich unter die Reifen - und nun schwimmt das ganze Auto wirklich, wie ein Wasserskiläufer. Das nennt man "Wasserglätte" oder "Aquaplaning", und es ist ebenso gefährlich wie Glatteis.

Bei guten Reifen mit tiefem Profil tritt Aquaplaning erst auf, wenn viel Wasser auf der Straße liegt und man schneller als 100 km/h fährt. Bei abgefahrenen Reifen genügt schon ein geringes Tempo. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, daß Autoreifen immer genügend Profil haben. Weniger als 1,6 Millimeter Profil ist sogar verboten.

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