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Der Beruf



Jagd auf Pflanzen
Pflanzenjäger

Was ein Großwildjäger ist kann sich jeder vorstellen. Der schießt Nashörner, Löwen und Tiger.

Closeup of the blossom of a Phalaenopsis

Aber was sind Pflanzenjäger? Die haben das Pflanzensammeln zum Beruf gemacht, suchen seltene Exemplare und verkaufen sie. Heute gibt es nicht mehr viele, aber vor 100 Jahren war Pflanzensammeln ein Beruf, der abenteuerlich war und auch gut bezahlt wurde. Hochsaison hatten die Pflanzenjäger im 17. Jahrhundert. Damals waren zum Beispiel Tulpen noch nicht in jedem Blumenladen zu haben. Die wuchsen wild in den Gebirgen Zentralasiens und waren in Europa äußerst selten. Pflanzenjäger bekamen manchmal für zwei seltene Tulpenzwiebeln den Gegenwert eines Wohnhauses.

Vor etwa hundert Jahren brach in England ein Orchideenfieber aus. Jeder, der etwas auf sich hielt, wollte möglichst seltene Orchideen besitzen. Reiche Sammler gaben Unsummen für Expeditionen aus und schickten ihre Pflanzenjäger in alle Welt. Tausende von Urwaldbäumen wurden gefällt, weil Orchideen auf Bäumen leben. 1914 wurden für eine besondere Orchideenart 34 000 Goldmark bezahlt.

Die Arbeit der Pflanzenjäger war anstrengend und nicht ungefährlich, weil sie oft In Gebiete vorstießen, die vor ihnen noch kein Weißer betreten hatte. Fand er eine Kolonie mit seltenen Pflanzen, versuchte der Sammler, sie möglichst geheim zu halten. Manche zeichneten sogar falsche Karten, um Konkurrenten in die Irre zu führen.

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Autoren: Rolf Lohberg + Stephan Lohberg + Philipp Lohberg



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