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Die Schule



Das phönizische ABC

Lange bevor die Menschen ein Alphabet kannten, konnten sie sich schon Briefe schreiben. In Bilderschrift. Die erste wurde 3500 Jahre vor Christus von den Sumerern erfunden, die im vorderasiatischen Babylonien wohnten. Die Ägypter entwickelten wenig später eine ähnliche Schrift. Solch eine Bilderschrift war recht einleuchtend. Zwei oder drei wellenförmige Linien bedeuteten bei den Ägyptern "Fluß". Für "Mund" benutzten sie ein Oval. Die Sumerer zeichneten für "Mund" ein bärtiges Gesicht.

Die Hethiter in Kleinasien erfanden 1500 Jahre vor Christus eine eigene Schrift, die auch hauptsächlich aus Bildern bestand. Sie wurde Zeile um Zeile abwechselnd von links nach rechts und dann wieder von rechts nach links geschrieben.

Die meisten dieser alten Schriften konnten erst in den letzten zweihundert Jahren von Sprachforschern völlig entziffert werden.

Anders ist es mit der chinesischen Schrift. Die entstand ebenfalls ums Jahr 1500 vor Christus, gilt aber in ihren Grundzügen noch heute. Ihre Wörter sind aus Symbolen zusammengesetzt, die Silben darstellen. Ein gebildeter Chinese kennt über 5000 solcher Silbenzeichen.

Daß man Wörter in Buchstaben zerlegen kann, entdeckten die Phönizier - auch ums Jahr 1500 vor Christus. Sie erfanden in Byblos, im heutigen Libanon, das erste Alphabet. Es entsprach beinahe unserem heutigen, hatte aber nur 22 Buchstaben. Daraus entwickelten sich viele andere Alphabete - beispielsweise das hebräische, das griechische und das lateinische. Sie waren viel leichter zu lernen als die alten Schriftzeichen. Die wurden bald vergessen.

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