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Sport



Judo - der sanfte Kampfsport

Japan führte früher viele Kriege. Deshalb entwickelten sich dort schon vor Jahrhunderten zahlreiche Kampfarten. Eine davon, bei der keine Waffen benutzt wurden, nannte sich Ju-Jutsu. (Bei uns nennt man sie oft auch "Jiu Jitsu".) Es gibt mehrere Legenden, wie Ju-Jutsu entstand. Aber die folgende zeigt deutlich, worauf es bei dieser Kampfart ankommt. Da beobachtete - so wird erzählt - der Japaner Yoshitokian an einem Wintertag, wie der Schnee auf einem Weidenbaum immer wieder durch die Biegsamkeit der Zweige herunterfiel. Die Äste von wesentlich stärkeren Bäumen aber brachen unter den Schneemassen ab. Das regte ihn an, ein Verteidigungssystem zu schaffen, bei dem der Angegriffene durch Nachgeben Sieger bleibt.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts faßte der Japaner Jirogo Kano mehrere Stile des Ju-Jutsu zusammen und entwickelte daraus den Kampfsport Judo. Ins Deutsche übersetzt heißt das etwa: "Der sanfte geschmeidige Weg, den man im Leben beschreiten soll".

Mit Judo kann ein körperlich Schwächerer seine Kraft so geschickt ausnutzen, daß er einen Stärkeren zu Fall bringt. Aber Judo soll nie benutzt werden, um jemanden anzugreifen. Es dient nur zur Selbstverteidigung.

Um Judo zu beherrschen, muß man lange trainieren. Man kann es nicht in drei Wochen lernen. Wenn Euch diese Sportart interessiert, fragt bei Eurem örtlichen Sportverein, ob es dort eine Judoabteilung gibt!

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