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Das Wasser



Die gefährlichen Flutwellen

Flutwellen gehören zu den größten Gefahren des Meeres. Eigentlich haben sie einen falschen Namen. Denn mit den Gezeiten, mit Ebbe und Flut haben sie nichts zu tun. Sie werden durch gewaltige Störungen auf dem Meeresboden verursacht; zum Beispiel durch Erdbeben oder Vulkanausbrüche tief unterm Wasser. Dabei heben oder senken sich große Teile des Meeresbodens; an den riesigen Hängen der unterseeischen Gebirge gibt es Erdrutsche. Das setzt Unmengen von Wasser in Bewegung. Die Wellen, die dabei entstehen, sind oft so schnell wie ein Düsenflugzeug - bis zu 800 Kilometer in der Stunde. So rasen sie Tausende von Kilometern durch das Meer; sie können bis zum Grund reichen. An der Oberfläche heben sie das Wasser oft nur einen halben Meter. Gefährlich wird eine Flutwelle, wenn sie sich einer Küste nähert. Dort, am flacher werdenden Ufer, türmt sich die Welle immer höher auf - bis zu 20 Meter - und entwickelt eine schreckliche Kraft. Sie zerschlägt alles zu Pulver, was ihr in den Weg kommt. Meist bleibt es nicht nur bei einer Welle. Ein Erdstoß unter Wasser erzeugt oft mehrere Wellen, die etwa 15 Minuten auseinander liegen.

Früher wußte man nie, wann eine Flutwelle zu erwarten war. Inzwischen registrieren Wissenschaftler jedes unterseeische Beben und geben Warnmeldungen. Dann können sich die Menschen an den bedrohten Küsten rechtzeitig in Sicherheit bringen.

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