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Erfindungen



Die Camera Obscura

Fotoapparate sind komplizierte und kostbare Gebilde mit vielen Linsen, automatischen Verschlüssen, Belichtungsmessern und anderen teuren Sachen. Aber im Grunde funktionieren sie alle nach dem gleichen, einfachen Prinzip. Ihr könnt das selbst ausprobieren! Sucht Euch im dunklen Zimmer einen hellerleuchteten Gegenstand und versucht, mit Hilfe einer Lupe das Bild davon auf die Zimmerwand zu werfen! Das Bild steht auf dem Kopf, weil sich die Strahlen in der Linse kreuzen.

Es muß übrigens nicht einmal eine Linse sein. Nehmt eine Pappschachtel oder eine Konservendose, entfernt den Deckel oder die Wand an einer Schmalseite und spannt milchiges, durchscheinendes Pergamentpapier darüber (die Mutter hat so etwas bestimmt als Butterbrotpapier)! In die gegenüberliegende Wand bohrt ihr ein kleines Loch. Wenn Ihr mit diesem komischen Kasten die Lampe anvisiert oder aus dem dunklen Zimmer ins Freie schaut, bildet sich die Landschaft - kopfstehend natürlich - auf dem Pergamentpapier ab, das als Mattscheibe dient. So ein Gerät nannte man früher "Camera Obscura". Das ist lateinisch und heißt "dunkles Zimmer" - aber gleichzeitig auch "geheimnisvolles Zimmer". Für die allerersten Versuche benutzte man nämlich ein abgedunkeltes Zimmer; durch ein pfenniggroßes Loch kamen die Lichtstrahlen von draußen herein und warfen ein Bild der Umgebung an die Zimmerwand. Später baute man die Wunderkästen handlicher; sie wurden viel bestaunt. Daraus entwickelten sich die Fotoapparate.

Wenn Ihr statt des Löchleins Eure Lupe in die Camera Obscura einsetzt und den Abstand von der Lupe zur Mattscheibe richtig wählt, habt Ihr schon fast einen richtigen Fotoapparat gebaut.

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