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Die Geschichte



Der Hase, der die Eier legt

Die Geschichte vom Osterhasen, der buntbemalte Eier legt, ist schon recht sonderbar. Welcher Hase hätte das je getan? Und doch haben der Hase und die Eier eine uralte Geschichte.

Schon die alten Ägypter verehrten - ums Jahr 5000 vor Christi Geburt - während ihres Frühlingsfestes den Hasen als ein Symbol der Fruchtbarkeit. Und zur Feier des Tages aßen sie hübsch bemalte Eier. Seit jener Zeit tauchen Hasen und Eier immer wieder bei den Frühlingsbräuchen vieler Völker auf.

Die Germanen opferten der Frühlingsgöttin im März die ersten Hasen und dazu bunte Eier. Die christliche Kirche übernahm das Ei als Fruchtbarkeitssymbol. Aber damit ist noch nicht klar, was das Osterfest mit dem Hasen und den Eiern zu tun hat. Nun: Während der Fastenzeit vor Ostern durfte man in vielen Gegenden keine Eier essen. Aber die Hühner legten weiter. Die Eier wurden aufbewahrt - gekocht oder in Salzwasser eingelegt. An Ostern hatte man so viele, daß man sie gern verschenkte. Das altdeutsche Eiergesetz, das vorsah, daß ein Teil der Grundsteuern in Eiern bezahlt wurde, nahm Ostern als Stichtag für die Berechnung.

Ostern, Eier, Hasen - alles gehört zusammen. Nur warum jemand auf die Idee kam, daß der Hase die Ostereier legt ­ das kann sich heute kein Mensch mehr erklären.

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