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Ach, so ist das...



Fledermäuse und Radar

Wenn man eine Fledermaus in einen dunklen Raum sperrt, in dem Drähte gespannt sind, wird sie munter umherfliegen, ohne auch nur einen einzigen Draht zu berühren. Können Fledermäuse im Dunkeln sehen? Nein, durchaus nicht. Sie sind sogar fast blind. Aber sie haben ein anderes System, um sich zurechtzufinden: Sie arbeiten mit Ultraschall. Im Kehlkopf haben sie ein Organ, das Ultraschallwellen aussendet. Das sind Schallwellen, die so hoch klingen, daß der Mensch sie nicht mehr hören kann. Die Fledermäuse nehmen sie wahr. Wenn diese Ultraschallwellen auf ein Hindernis treffen, werden sie wie ein Echo zurückgeworfen. Nach diesem Echo richten sich die Tiere.

Nach dem Fledermaus-Prinzip funktioniert auch das Radar-System. "RADAR" ist die Abkürzung für den englischen Begriff "Radio Detection and Ranging". Das bedeutet "Orten und Entfernungsmessen mit Radiowellen".

Statt Ultraschallwellen benutzt man beim Radar Ultrakurzwellen. Die können Ziele erfassen, die viele Kilometer entfernt sind, und werden dann zurückgeworfen.

Spezialempfänger verwandeln sie in Signale, die auf einem Fernsehschirm sichtbar werden. Auf diesen Radarschirmen kann man dann die Größe und auch die Entfernung der Objekte genau erkennen.

Auf den Kommandobrücken von modernen Schiffen findet Ihr solche Radarschirme. Sie bilden Küsten ab, um die Orientierung leichter zu machen, und zeigen auch andere Schiffe.

Auf den Flughäfen wird Radar ebenfalls benutzt. Die Fluglotsen überwachen und steuern damit den Luftverkehr. Ohne dieses Radarsystem könnte man Zusammenstöße beim Starten und Landen kaum noch vermeiden.

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