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Der Körper



Was treibt Schlafwandler aus dem Bett?

Schlafwandler gehen nachts in die Küche, leeren den Kühlschrank oder wandern im Haus umher. Und wissen am nächsten Morgen von nichts. Manche sollen sogar schon aufs Dach gestiegen und dort herumspaziert sein. Was geht da vor?

Bei jedem Menschen ist der Schlaf in Phasen aufgeteilt - in Tiefschlaf- und in Traumphasen. Diese Phasen wechseln sich etwa alle 90 Minuten ab. 30 Minuten nach dem Einschlafen beginnt die erste Tiefschlafphase. Wir liegen in einem tiefen, traumlosen Schlaf. Alle bewußten und unbewußten Vorgänge unseres Körpers laufen auf Sparflamme. Der Bewegungsapparat bleibt dagegen hochaktiv. Wenn sich eine Fliege auf unsere Haut setzt, reagieren wir mit heftigem Muskelzucken, bekommen es bewußt aber überhaupt nicht mit. Gegen Ende dieser Phase wird der Schlaf flacher. Das Gehirn wird wieder aktiver, die Muskeln dagegen werden immer schlaffer. Nur die lebensnotwendigen Systeme wie Herz und Atmung arbeiten - wie gewohnt - weiter.

Dies ist ein Selbstschutz des Körpers. Damit wird verhindert, daß wir während der Traumphase womöglich unsere Träume ausleben wollen und dabei vielleicht etwas anstellen. Selbst wenn wir wollten - in der Traumphase könnten wir es nicht.

Aber bei den Schlafwandlern kommt in dieser Phase etwas durcheinander. Die Bremse für den Bewegungsapparat funktioniert nicht richtig. Schlafwandler können auch in der Traumphase aufstehen und wissen dann nicht was sie tun.

Einen Schlafwandler sollte man nicht laut ansprechen und aufwecken, sondern ihn sanft am Arm fassen und ins Bett zurückführen.

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